Spannungsfeld Riet
Nutzung einer einzigartigen Landschaft
Nach einem kleinen Exkurs nach Eschen am vergangenen Samstag zum Thema «Zukunft der Kulturhäuser Liechtensteins» führt uns der Weg am kommenden Dienstag zurück in unsere Fokusgemeinde Mauren-Schaanwald.
Das Riet ist kein unberührtes Stück Natur – es ist eine gewachsene Kulturlandschaft, geformt durch Jahrhunderte menschlicher Nutzung. Was einst ein Sumpfgebiet war, ist heute ein Raum, in dem ganz unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen: Spaziergänger*innen, Jäger*innen, Hundebesitzer*innen, Landwirt*innen und Naturbeobachter*innen – sie alle nutzen das Riet, aber nicht immer auf dieselbe Weise und nicht immer ohne Konflikte.
Wie wurde das Riet nutzbar gemacht, und welche Nutzungen prägen es heute? Und wem «gehört» diese Landschaft eigentlich? Wie lassen sich verschiedene Ansprüche unter einen Hut bringen? Und wie könnte sich das Riet künftig entwickeln – zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Erholung?
Was bedeutet das Riet für dich? Was stört dich heute, was geniesst du, und was wünschst du dir für die Zukunft dieses «Zwischenraums»?
Wir freuen uns auf einen spannenden und kontroversen Austausch mit euch!
Mit Inputs von:
Marcel Hermann, Jäger
Rudolf Staub, Biologe
Andreas Kaiser, Landwirt
Patrick Marxer, Leiter Werkhof
Mit Inputs von:
Marcel Hermann, Jäger
Rudolf Staub, Biologe
Andreas Kaiser, Landwirt
Patrick Marxer, Leiter Werkhof
Dienstag, 23. Juni 2026, Gemeindesäge Mauren, ab 18.00 Uhr
Was ist der Verein ELF?
Was für ein Land (oder was für eine Stadt) hinterlassen wir der nächsten Generationen?
Wer entscheidet darüber, wie ein Gebäude in Liechtenstein auszusehen hat? Die Bewohnerinnen und Bewohner? Die Behörden? Die Architektinnen und Architekten? Der Zufall?
Unsere Berge, Felder, Dörfer, Wälder und Gewässer verändern sich, ob wir wollen oder nicht. Wohin soll diese Veränderung gehen?
Wieso werden Häuser bei uns durch Blöcke ersetzt?
Gibt es ein Konzept, einen Plan oder eine Vision, wohin Liechtenstein sich entwickelt? Müssten diese aus der Politik oder aus der Bevölkerung kommen?
Was haben die Gemeinden von heute noch gemeinsam mit den Dörfern unserer Grosseltern?
Hat das Quartier noch eine Bedeutung in den Dörfern Liechtensteins?
Welche Orte, Gebäude und Landschaften von heute sollten in die Zukunft gerettet werden? Auf was könnten wir auch einst verzichten? Was fehlt?
Der Verein ELF hat keine Antworten auf diese Fragen. Aber eine Bar, an der sie diskutiert werden können. Der Verein ELF hört mit, schreibt auf, sammelt fleissig und illustriert, was die Bewohnerinnen und Bewohner Liechtensteins an Wissen und Gedanken über ihren Lebensraum mitbringen.
Bei uns wird es diskutiert, auseinandergenommen, gemeinsam neu zusammengesetzt und dokumentiert, damit es auch über den jeweiligen Ort der Veranstaltung hinaus wahrgenommen werden kann.
Alte, neue und zukünftige Landkarten Liechtensteins sollen dazu inspirieren, gemeinsam über die Zukunft Liechtensteins nachzudenken. Sie zeigen das Gesicht unseres gemeinsamen Lebensraums, wie es einmal war, wie es heute ist und wie es morgen sein könnte.
Workshops, Diskussionsrunden, Spaziergänge und Ausstellungen fördern verschiedene Perspektiven auf die gleiche Landschaft zu Tage. Ein grosses Liechtenstein-Modell hilft, die erzählten Geschichten und Entwickelten Ideen für spätere Besucher sichtbar zu machen.
Liechtensteins Dörfer und Landschaft haben sich drastisch verändert und tun dies auch weiterhin. Wir sind davon überzeugt, dass nur eine breit abgestützte Diskussion in und mit der Bevölkerung sinnvolle und nachhaltige Verbesserungen ermöglichen wird.
Der Verein ELF möchte mit dem Projekt Karta-Bar einen Beitrag dazu leisten. Der von jeglichen Parteien und Institutionen unabhängige Verein wurde von Luis Hilti und Toni Büchel gegründet und wird zwischen 2019 und 2030 in den elf Gemeinden Liechtensteins einen Raum für Diskussionen schaffen.