23.07. Kalkbreite – Kleinsteg
Es gibt sie immer noch, die Alp- , Bürger- und neuerdings auch Wohn-, Solar- und andere Genossenschaften. Sind sie Auslaufmodelle, Ausdruck eines wieder spürbaren Bedürfnisses nach Gemeinschaft oder gar das Mittel gegen den Zerfall des gesellschaftlichen Zusammenhalts?
Kopenhagen – Ruggell
Seit den 1960er-Jahren dominiert das Auto die Raumentwicklung Liechtensteins. Damit der Verkehr besser fliessen kann wurden Baulinien verschoben, Baudenkmäler abgerissen und Brunnen versetzt. Die Strasse verwandelte sich von einem multifunktionalen Ort der Begegnung zu einer Tabuzone für Nicht-Motorisierte. Trotz alledem vermehren sich Autos schneller als die Strassen sich verbreitern und verlängern. Und so stehen wir alle wieder im Stau, und Liechtenstein fährt langsam tiefer in die inzwischen vielbeschworene Sackgasse. Wie kommen wir da wieder raus?
Las Vegas – Liechtenstein
Wird Liechtenstein zum Las Vegas Mitteleuropas? Oder zieht die Casino-Herde vorbei und in wenigen Jahren erzählt man sich nur noch Geschichten aus den boomenden Spielstätten der wilden 20er-Jahren? Wir werden es sehen. Doch was machen die allerorten spriessenden Casinos mit unserer Landschaft? Was tun sie mit unserem Selbstverständnis? Was ziehen sie an Gewerbe, Menschen, Gebäuden und Reputation nach sich?
Die Topografie des Sozialen
Eröffnung: 20. März 2021 im Küefer Martis Huus in Ruggell
Neue Balzers-Karte von Ewald Frick
Balzers-Karte von Helena Beckers
Helena Beckers neue Balzers-Karte basierend auf den Karta-Talks #7, #8 und #9
Karta-Talk Balzers
In Gesprächen nähern wir uns der Balzner und Liechtensteiner Landschaft aus persönlicher aber auch professioneller Sicht an. In ihr liegende Qualitäten und Potentiale spielen dabei ebenso eine Rolle wie Herausforderungen. Die Interviews finden unter Einhaltung der aktuellen Sicherheitsbedingungen im öffentlichen Raum statt, werden gefilmt und anschliessend online veröffentlicht. Eine Karte mit Notizen zum Gespräch bleibt als Dokumentation des Interviews hängen und verweist auf das Interview online.
Balzers-Karte von Liam Wohlwend
Eine Balzers-Karte von Morgen basierend auf den Karta-Talks #1, #2 und #3
Balzers verdoppeln!
Noch vor zwei Generationen war Balzers ein kompaktes Bauerndorf und hatte nicht einmal halb so viele Einwohner wie heute. Wie wird Balzers einmal aussehen, wenn sich die Einwohnerzahl noch einmal verdoppelt? Müssen die Felder und Wälder Einfamilienhäuschen Platz machen? Wird es Hochhäuser geben, die über die Burg hinausragen? Oder müsste dann eher die Burg wieder bewohnt, der Rhein wieder aufgeweitet und die Alpen als Feriendorf ausgebaut werden, um genug Wohn- und Erholungsraum für alle zu schaffen? Über sieben Wochen haben Schülerinnen und Schüler der Realschule Balzers das Dorf der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erkundet und in Modellen, Zeichnungen und sogar Kleidern dargestellt. Die entstandenen Werke wurden am 1. Oktober in Form einer Ausstellung mit Modeshow der Öffentlichkeit präsentiert.
Balzers-Karte "Unsere Gärten" von Adam Vogt
Eine Balzers-Karte, basierend auf den Vorträgen und Gesprächen der Veranstaltung "unsere Gärten". Entwickelt und gezeichnet von Adam Vogt.
unsere Gärten
Nichts ist so verschieden wie die Gärten Liechtensteins – sowohl in Form wie auch Funktion. Mal geht es um Selbstversorgung, mal um den perfekten englischen Rasen, mal um Biodiversität, mal um Spiritualität oder das künstlerische Betätigungsfeld der BewohnerInnen. Einst war das Dorf eingehüllt in Obstbäume und Gärten dienten primär der Nahrungsmittelproduktion. Heute können Gärten als Ausdruck einer individualisierten Gesellschaft gelesen werden. Jeder ist maximal verschieden vom nächsten. Gärten können, anders als Architektur, schnell und mit verhältnismässig geringem Aufwand verändert werden – sofern die BesitzerIn dies will. Könnten Gärten der Anstoss einer nachhaltigen Entwicklung Liechtensteins sein? Biodiversität anstatt Robo-Grün, heimische Äpfel anstatt Statuen aus fernen Ländern? Von verschiedenen Gartenbesitzer- und gestalterInnen hören wir, was sie in ihrem Garten sehen und wieso sie ihn so bewirtschaften, wie sie es tun. Anschliessend diskutieren wir gemeinsam, wie welche Art von Garten zur Lebensqualität in Balzers und Liechtenstein beitragen kann.
Pangäa-Nendeln
Nendeln schwamm einst als Fisch im Wasser des afrikanischen Urmeers, starb, sank auf den Boden und wurde in einem Zusammenstoss von zwei Kontinenten zum Teil eines Berges, der heute langsam in sich zusammenfällt. Einen seiner Schuttkegel nennen wir heute Nendeln. Auf dieser Kruste entstand das eisenzeitliche, das römische, das mittelalterliche und das heutige Dorf, keines gleich dem anderen, und doch ist jedes eine Schicht von Nendeln. Die Strasse nach Rom führte durch Nendeln und ein Bahnhof hat Nendeln auch. In der gleichen Geschwindigkeit wie wir in einem kurzen Vortrag aus der Vergangenheit in die Gegenwart stossen, schiessen wir in die Zukunft. Ausgestattet mit Tonerde wird das heutige Nendeln gemeinsam aufgebaut und angeschaut und dann fröhlich weiterentwickelt.
der öffentliche Raum
Wir leben in einem kleinen und vermeintlich überschaubaren Land. Doch wo begegnet man sich in Liechtenstein eigentlich noch und kommt ins Gespräch? Ist es die Deponie, der Roxy-Markt, der Kirchplatz oder doch eher die Leserbriefspalte, wo gesellschaftlicher Austausch heute stattfindet? Welche Rolle spielt dabei der Stammtisch, das Fernsehen oder das vielzitierte Benkli voräm Huus? Uns interessiert, wo das öffentliche Leben heute stattfindet, wo diskutiert, wo Meinungen gebildet und wieder revidiert werden. Was braucht der öffentliche Raum, damit du dich dort gerne aufhalten würdest? Beton, Bäume, Menschen, Musik oder Maroni? Lässt sich Öffentlichkeit erschaffen, kann man sie verordnen oder kaufen oder passiert sie einfach (oder eben nicht)? Wir freuen uns, mit euch gemeinsam den Zutaten für das Geheimrezept für eine gesunde Öffentlichkeit auf den Grund zu gehen. Luis Hilti: Eine kurze Geschichte der Öffentlichkeit Christian Frommelt: Öffentlichkeit und Diskussionskultur in Liechtenstein Ida Ospelt-Amann: s’Benkli voräm Huus
Raumentwicklung auf Augenhöhe
Wir sind davon überzeugt, dass nur eine breit abgestützte Diskussion in und mit der Bevölkerung sinnvolle und nachhaltige Verbesserungen in der Landschaft Liechtensteins ermöglichen wird.In der ersten öffentlichen Veranstaltung in Balzers fliessen Raumentwicklung und Kulinarik einmal mehr ineinander. Bei einem Planungs-Buffet nähern wir uns im Gespräch möglichen Gestaltungsfeldern an, tauschen Wahrnehmungen aus und schauen, welche Themen Balzers und Liechtenstein derzeit bewegen und genauer diskutiert gehören.
2020 Balzers
Dorfleben
Was macht einen Haufen Häuser zum Dorf? Woher kommt dieses «Bindegewebe«, das aus dem Skelett der Baukörper einen belebten Organismus werden lässt? Anhand unterschiedlicher Beispiele hören wir, wie Menschen, Institutionen und Vereine Schaan Leben eingehaucht haben und wie und wieso sie das auch weiterhin tun. Diese reichen vom Gemeindeprojekt «Schaan Wohin?« der 90er-Jahre, über die Fasnacht von heute bis hin zu Ideen für die Zukunft. Anschliessend wollen wir von dir wissen, unter welchen Umständen du dich im Dorf wohl fühlst, und wann eben nicht. Bräuchte es dazu mehr Grün oder Wasser? Yoga für alle oder Hochbeete mit frischen Kräutern und Mausis’ Mojitobar auf dem Lindaplatz? Mehr Tante-Emma-Läden, Vereinshäuser oder gemütliche Cafés? Oder ist eh alles da und muss sich nur noch entwickeln? Oder ist es gar schon zu viel des Guten, und Zeit für Beruhigung? Nach der gemeinsamen Diskussion lassen wir den Abend und das Jahr gemütlich bei einem Apéro ausklingen.  Input-Referate: Sebastian Frommelt, Scana Panorama; Alexandra Konrad-Biedermann, Vize-Vorsteherin; Werner „Fifi“ Frick, Narrenzunft; Hansjörg Quaderer, Literaturhaus; Mausi, Mausis Marroni. Film: „Schaan - wohin? Ein Blick zurück in die Zukunft“
Partizipation
Alle wollen die Öffentlichkeit einbinden, Entscheidungen sollen nur «unter Einbezug des Volkes« getroffen werden, und alle möchten mitentscheiden. Wie unterscheidet sich echte Partizipation von einer Alibiübung zur Legitimation von Entscheidungen? Was für Formate gibt es in Liechtenstein bereits, welche Formate könnte man noch umsetzen? Nach der offiziellen Diskussion im Plenum lädt die Karta-Bar wie immer zum Verweilen und bei Lust und Laune in kleineren Gruppen zum Weiterdiskutieren ein. Als wirksames Mittel gegen das kühle Novemberwetter wird dieses Mal neben Mausis Glühwein DJ Flamingo für den nötigen Schwung sorgen. Input-Referate: Maria Kaiser, Vorsteherin Ruggell; Martin Mackowitz, Uni Liechtenstein; Christian Wagner, FH Graubünden
Das Dorf der Enkelgeneration
Die Klasse MSA der Primarschule Schaan hat sich über sieben Wochen intensiv mit ihrem Dorf beschäftigt. Genauer gesagt: Mit ihrem Schulweg. Für die Karta-Bar haben sie über diesen Zeitraum hinweg 21 A2-Karten ihres Schulwegs angefertigt und darauf ihren Blick auf Schaan festgehalten. Nach einer Führung durch den Rest der Karta-Bar wird das Dorfzentrum einmal mehr zur formbaren Masse und zum Spielball für den Ideenreichtum der MSA. Das Modell des Schaaner Zentrums wird gemeinsam mit Klassenlehrer Marco Sele munter nach den Bedürfnissen der SchülerInnen umgestaltet und darüber diskutiert, was ihnen im Schaan von Morgen wichtig ist.
Karten und Kaffehausmusik in der Karta-Bar
Grösste Karte der jüngsten Künstler Wir freuen uns, die neue und wahrscheinlich grösste und bunteste Karte von Schaan in Anwesenheit eines Teils des 21-köpfigen KünstlerInnenkollektivs von der MSA der Primarschule Schaan feierlich der Öffentlichkeit zu präsentieren. «Quartiergänge« und «Schaan urban« Die Illustratoren Roman Beck und Luigi Olivadoti stellen ihre Karten zu den Veranstaltungen «Quartiergänge« und «Schaan urban« vor. Musik aus Stuttgart Im Anschluss rockt die Stuttgarter Band «Hawelka«, die bereits mehrere Male beim Verein Neuraum gastierte, die Karta-Bar mit ihren Kaffeehausgrooves. Crêpes aus der Specki Neben Glühwein, Glühmost, Kinderpunsch und dem Üblichen kommen diesmal nicht nur Augen und Ohren auf ihre Kosten: Wo sonst DJ-Mangold seine Platten kreisen lässt, werden Lukas und Martina von der Specki diesmal auf ihren Crêpe-Platten für einen Gaumenschmaus sorgen.
Dorfkarte von Luigi Olivadoti
die Bahn
1872 wurde Liechtenstein nach längerem Ringen ans internationale Eisenbahnnetz angeschlossen. Stimmen nach einer Erweiterung der Gleise durch das Oberland liessen nicht lange auf sich warten - bis heute bekanntlich mit wenig Erfolg. Jüngst brachte besonders VCL durch seine Studie zur Oberlandbahn den Zug zurück aufs Tapet. Was brächte uns ein Zuganschluss von Vaduz, Triesen und Balzers? Welche Alternativen haben wir, dem steigenden Verkehrsaufkommen zu begegnen? Wo gäbe es überhaupt noch Platz für die Schienen und was müsste dafür weichen? Wie würde sich eine solche Bahn auf unsere Landschaft und Mobilität auswirken? Was wären die Kosten und unter welchen Umständen würdest du auf den Zug aufspringen? Input-Referate: Georg Sele, VCL; Jürgen Frick, LIEmobil; Herbert Elkuch, Landtagsabgeordneter
Schaan Urban
Wie Menschen Leben ins Dorf bringen und was sie dazu motiviert Was macht einen Haufen Häuser zum Dorf? Woher kommt dieses «Bindegewebe«, das aus dem Skelett der Baukörper einen belebten Organismus werden lässt? Anhand unterschiedlicher Beispiele hören wir, wie Menschen, Institutionen und Vereine Schaan Leben eingehaucht haben und wie und wieso sie das auch weiterhin tun. Diese reichen vom Gemeindeprojekt «Schaan Wohin?« der 90er-Jahre, über die Fasnacht von heute bis hin zu Ideen für die Zukunft. Anschliessend wollen wir von dir wissen, unter welchen Umständen du dich im Dorf wohl fühlst, und wann eben nicht. Bräuchte es dazu mehr Grün oder Wasser? Yoga für alle oder Hochbeete mit frischen Kräutern und Mausis’ Mojitobar auf dem Lindaplatz? Mehr Tante-Emma-Läden, Vereinshäuser oder gemütliche Cafés? Oder ist eh alles da und muss sich nur noch entwickeln? Oder ist es gar schon zu viel des Guten, und Zeit für Beruhigung? Nach der gemeinsamen Diskussion lassen wir den Abend und das Jahr gemütlich bei einem Apéro ausklingen.
Wohin mit den Alpen?
In verschiedenen Rollen loten wir gemeinsam das Spektrum an Möglichkeiten zwischen intensiverer Erschliessung zu gunsten des Tourismus, weitermachen wie bisher und gnadenloser Renaturierung aus. Der Bezug jeder/s Einzelnen spielt dabei ebenso eine Rolle wie Perspektiven zwischen wirtschaftlichem Potential und ökologischem Selbstwert unserer Berglandschaft.
 Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Verein Elf sowie CIPRA International und wird im Rahmen des Projektes Living Labs von Erasmus+ gefördert.
der Rhein
Was tun mit dem Rhein? Seit Jahrtausenden stellten sich die Bauern des Rheintals diese Frage meist kurz vor oder nach einer zerstörerischen Überschwemmung. Heute steht die Zukunft des Rheins erneut zur Debatte. Die Idee einer neuerlichen Rheinaufweitung weckt Ängste wie Hoffnungen. Ob es um Ökologie, Naherholung, fruchtbaren Böden, nutzbare Wasserkraft oder Sicherheit geht - der Rhein betrifft uns alle. Den Rhein zu verändern bedeutet Liechtenstein, ja das Rheintal zu verändern. Die Form der flüssigen Westgrenze des Landes wird damit zur Identitätsfrage. Uns interessiert dein Bezug zum Rhein und deine Perspektive auf Möglichkeiten, wie er unsere Landschaft in Zukunft mitprägen könnte. Input-Referate: - Andi Götz, Werkstatt Faire Zukunft - Herbert Elkuch, Landtagsabgeordneter - Mathias Seykora, Masterstudent Kulturtechnik und Wasserwirtschaft
Die Begradigung des Landes
Eine Ausstellung über die Entwicklung Liechtensteins anhand historischer und neuer Landkarten. Fotografiert von Roland Blum
Quartierskarte von Roman Beck
Quartiergänge
Welche Rolle spielt das Quartier in den heutigen Dörfern Liechtensteins? Auf einem gemeinsamen Spaziergang durch die Bildgass sammelten wir Meinungen, Wünsche und Ideen, was ein Quartier im Dorf von morgen sein könnte. 

Karta-Bar Eröffnung
Ein Streifzug durch 400 Jahre Liechtensteiner Geschichte anhand von Landkarten.
Landkarte von Alina Sonea
Umgebautes Liechtenstein
Der Bau der letzten grossen Skilifte, des Tunnels in den Steg und sicherer Rheindämme liegen Jahrzehnte zurück. Wir holen die Visionen zurück, spinnen munter unsere eigenen dazu und setzen sie modellhaft um: Wie sähe das Land aus, wenn es hinter dem Kulm autofrei wäre? Wie wäre es mit einer neuen Seilbahn auf die Dreischwestern mit Panoramarestaurant? Oder gleich eine rund um Liechtenstein?
Landkarte von Adam Vogt
Landkarte von Eliane Schädler
Die Begradigung der Landschaft
Was für eine Landschaft hatten wir, was für eine haben wir und was für eine wollen wir? Wo liegen die Einflussmöglichkeiten des Einzelnen und der Gesellschaft? Diskussionsrunde und z’Morga auf einer Karte von Liechtenstein. Mit jedem Bissen muss eine Entscheidung getroffen werden: Macht man ein überbautes Gebiet zur Grünzone? Oder soll das Stück Wald besser zur Stadt werden? In Kooperation mit dem Kunstverein Schichtwechsel.
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